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Rückenschmerzen

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Auftreten

Wenn Sie älter als 30 sind und Rückenschmerzen haben, gehören Sie einer großen Mehrheit an. Über 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Rückenschmerzen. Unsere Lebensweise trägt ihren Teil dazu bei: Arbeit im Sitzen, zu wenig Bewegung, Fehlhaltung und Übergewicht fördern Arthrose, Bandscheibenverschleiß, Muskelschwäche, sogar den Abbau von Knochenmasse (Osteoporose).

Die Ursachen bedingen sich fast immer gegenseitig. Eine Krankheit verursacht die nächste. Meist zu Lasten der Gelenke und Bandscheiben. Insgesamt gibt es über 500 verschiedene Ursachen für Rückenbeschwerden: Muskelverspannungen durch zu starke Belastung oder Haltungsfehler, Bandscheibenvorfälle, Ischiasreizung, angeborene Fehlbildungen, rheumatische Erkrankungen (z. B. Morbus Bechterew), Wirbelkanalverengungen und vieles mehr. In vielen Fällen gilt: einmal geschädigt, immer geschädigt. Nur wer schnell genug reagiert, kann die Folgen womöglich in Grenzen halten.

Allen Erkrankungen gemeinsam sind die Schmerzen, die einer weitergehenden Therapie oft im Wege stehen. Die Schmerzbekämpfung ist deshalb eine wichtige Säule der Therapie, ohne die „nichts geht“.

Therapie

Wie so oft in der Medizin, gibt es auch bei Rückenschmerzen kein Allheilmittel. Entscheidend ist die richtige Kombination mehrerer Methoden; je nach Ursache und persönlichen Lebensumständen. Deshalb sollten Schmerzmittel vom Arzt verordnet werden – und nicht selbst eingesetzt werden.

Schmerzmittel sind aufgrund ihrer möglichen, zum Teil erheblichen Nebenwirkungen ohnehin nur eine Notlösung. Sanftere Hilfen sind Wärmetherapie oder Akupunktur. Immer populärer wird auch die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS). Elektrische Impulse stimulieren durch die Haut (transkutan) die Nerven. Dabei werden die Weiterleitung des Schmerzes an das Gehirn blockiert (Pain Gate Control) und schmerzlindernde Stoffe ausgeschüttet (Endorphine).

Wenn die Muskulatur sehr geschwächt, die Wirbelsäule instabil oder die Schmerzen chronisch sind, helfen Bandagen dabei, den Alltag besser zu bewältigen. Sie stützen und schützen die Wirbelsäule. Eine besonders wirksame Hilfe ist BAXOLVE™ die - je nach Indikation - gleichzeitig auch mit einem EMS oder TENS benutzt werden kann, sofern dieses indiziert ist. Sie ist besonders einfach in der Handhabung und lässt sich problemlos in den Alltag integrieren: während der Arbeit, bei der Freizeit und sogar im Schlaf.

Wichtig ist es, trotz der Schmerzen, in Bewegung zu bleiben und den Rücken zu stärken. Einerseits können starke Muskeln die Gelenke entlasten. Andererseits fördert Bewegung auch die Selbstheilungskräfte des Körpers. Wenn der Alltag nicht ausreichend Zeit dafür lässt, eignen sich vor allem Krankengymnastik, aber auch die Osteopathie, die Manuelle Therapie oder die Physiotherapie.

Hier finden Sie die neurotech®-Rückenschule.

Besonders einfach und ohne Aufwand ist die elektrische Muskelstimulation (EMS) anzuwenden – auch bei großen Schmerzen. Elektrische Impulse stimulieren die Muskulatur und bauen sie damit auf. Eine wissenschaftliche Studie zog das Fazit: „Es wurde nachgewiesen, dass eine kombinierte EMS- und TENS-Therapie wirkungsvoller ist als eine einzelne dieser beiden Therapien, um auf Dauer größere Schmerzreduktion und Schmerzbefreiung bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen zu erlangen.“*

Bei großen Verspannungen helfen Massagen oder die Wärmetherapie. Die Muskeln werden gelockert, die Durchblutung gefördert und die Bänder elastischer.

Operative Verfahren werden diskutiert, wenn all diese Therapiekonzepte ohne Erfolg bleiben oder fortschreitende Lähmungserscheinungen auftreten. Ein rascher operativer Eingriff ist erforderlich, wenn Blasen- und Mastdarmstörungen vorliegen.

* Moore, S. and Schurman J.: Combined Neuromuscular Electrical Stimulation and Transcutaneous Electrical Nerve Stimulation for Treatment of Chronic Back Pain: A Double-Blind, Repeated Measures Comparison, in Archives of Physical Medicine and Rehabilitation, Vol. 78 (1997), S. 55–60


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Die Informationen auf dieser Seite können die ärztliche Beratung nicht ersetzen. Für eine Bestimmung der medizinischen Probleme empfiehlt neurotech®, immer einen Arzt oder andere medizinische Fachkräfte zu konsultieren