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Inkontinenz ist eine Volkskrankheit
– und kein Problem von Einzelnen. Allein in Deutschland leiden nach seriösen Schätzungen mindestens 5 Millionen Menschen unter Blasen- und Darmschwäche (Inkontinenz).* Dennoch ist Inkontinenz ein Tabu in unserer Gesellschaft. Kein Wunder, dass fast zwei von drei Betroffenen das Thema verschweigen – obwohl es ihr tägliches Leben beeinträchtigt oder sogar massiv einschränkt.
Inkontinenz nennt man die mangelnde Fähigkeit des Körpers, den Blasen- oder Darminhalt zu speichern und selbst zu bestimmen, wann und wo er entleert werden soll. Unwillkürlicher Urinverlust oder Stuhlabgang sind die Folgen.
Obwohl die Krankheit für ein typisches Alters- und Frauenleiden gehalten wird, kann Inkontinenz in jedem Alter auftreten – unabhängig von Geschlecht, Beruf und sozialer Herkunft. Richtig ist jedoch, dass der Anteil der Frauen und Älteren überwiegt.
Aus Scham und weil das Thema verschwiegen wird, ziehen sich die Betroffenen oft aus dem gesellschaftlichen Leben zurück, verzichten auf Freizeitaktivität. Und verlieren an Lebensqualität.
Früherkennung und Beratung sind die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Heilung. Sprechen Sie also mit dem Arzt und verschweigen Sie das Thema nicht. Denn nicht jeder Betroffene hat die gleichen Symptome. Der Arzt wird herausfinden, um welche Form der Inkontinenz es sich handelt und was dagegen getan werden kann.
*Prävention und Reha statt Isolation und Pflege, in GIH aktuell Nr. 26 (2003), S. 6
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